Seit nun mehr als zwei Jahren gibt es den Beschluss der Bunderegierung Asylsuchenden den Zugang zu Bargeld zu verwehren. Im Zuge dessen wurden Ende 2024 auch in Niedersachsen die Bezahlkarten für Geflüchtete eingeführt. Mit dieser Bezahlkarte ist das Bargeld-Limit für Geflüchtete auf monatlich maximal 50€ festgelegt, Einkäufe darüber hinaus können nur in Geschäften getätigt werden, in denen Kreditkarten akzeptiert werden. Überweisungen müssen einzeln vom Amt genehmigt werden. Im Alltag von Geflüchteten bedeutet dies: keine günstigen Einkäufe auf dem Flohmarkt, beim Kiosk nebenan, keine Garantie für regelmäßige Überweisungen an Sportverein oder Rechtsanwält*innen. Die Einführung der Bezahlkarte bedeutet eine massive Einschränkungen in ein ohnehin schon prekarisiertes Leben und in die freie Verfügung und den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Geld. Seit einiger Zeit gibt es in Oldenburg und andernorts Initiativen, die mit Gutschein-Tauschaktionen Geflüchteten den Zugang zu Bargeld ermöglichen.
Wie funktioniert das Ganze?
Im ersten Schritt kaufen Betroffene in einem Supermarkt einen Einkaufsgutschein mit der Bezahlkarte. Dieser Einkaufsgutschein kann dann an einem Tauschort gegen Bargeld eingetauscht. In Oldenburg gibt es an jedem Montag ab 16 Uhr im Tauschcafé im Alhambra die Möglichkeit, einen Einkaufsgutschein gegen Bargeld zu tauschen. Der getauschte Gutschein kann dann von solidarischen Menschen gegen Bargeld mitgenommen werden.
An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Ab dem kommenden Spiel gegen St. Pauli ll am 19.04. bieten wir an jedem Heimspiel am Zitronenstand am Marathontor die Möglichkeit, Bargeld gegen einen Gutschein einzutauschen, um damit Geflüchtete praktisch zu unterstützen. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist: 50€ in bar mitzubringen und diese gegen einen Gutschein eurer Wahl zu tauschen. Folgende Supermärkte sind in der Auswahl: Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und dm. Mit den Gutscheinen kann man dann easy in dem Supermarkt einkaufen, in dem man ohnehin wöchentlich seine Euros lässt. Ein finanzieller Nachteil entsteht dabei nicht, dafür aber ein großer Vorteil für Menschen, die von der diskriminierenden Schikanekarte betroffen sind. Also, steckt am Samstag ein paar Euro mehr ein, wir sehen uns am Stand!
